Mikrofasertücher

Ein Mikrofasertuch ist nicht gleich dem anderen. Zum Trocknen eines ganzen Fahrzeugs braucht es ein anderes Gewebe als zum Auspolieren von Wachs, und auf einer Scheibe funktioniert wieder etwas Drittes. Deshalb führen wir vierzehn verschiedene Tücher statt eines Universaltuchs.

Auf dieser Seite findest du alle davon – sortiert nach der Aufgabe, für die sie gebaut sind. Die Vergleichstabelle weiter unten stellt sie nebeneinander, damit du in einem Blick siehst, welches deins ist.

Direkt in die Unterkategorien: Trockentücher für das Abtrocknen nach der Wäsche, Poliertücher zum Abnehmen von Politur und Wachs, Glas- und Waffeltücher für Scheiben und Allzwecktücher für alles dazwischen. Welche Tücher man zum Einstieg wirklich braucht, steht in Detailing für Anfänger.

12 Produkte

Im Vergleich

Welches Mikrofasertuch für was?

Aufgabe
Das richtige Tuch
Warum dieses
Nicht geeignet
Ganzes Auto trocknen
Trockentuch 1200 GSM · Trockentuch Twist 1600 GSM
60 × 40 bzw. 80 × 50 cm, das 1600er nimmt bis zu 3 Liter auf
Allzwecktücher – zu klein, zu schnell gesättigt
Räder, Kanten, Restfeuchte
Trockentücher 800 GSM
absorbiert das 11-fache des Eigengewichts, 40 × 40 cm führbar
das 1600er staucht sich an engen Stellen
Politur und Wachs
Allround Poliertuch 400 GSM · Randlose Poliertücher 500 GSM
randlos – keine Naht, die über den Lack zieht
alles mit eingenähter Kante
Scheiben
Waffeltücher 400 GSM
Waffelstruktur nimmt den Schlierenfilm auf statt ihn zu verteilen
plüschige Tücher – sie schieben den Film
Innenraum und Alltag
Allrounder 380 GSM
eingewebtes Schachbrettmuster löst Schmutz aus der Kunststoffnarbung
Displaytücher – zu dünn für groben Schmutz
Grobe Arbeit, Motorraum
Allzwecktücher 300 GSM
dünn, robust, schnell wieder trocken
nicht auf Hochglanzlack
Display, Navi, Brille
Displaytücher 280 GSM
feinste Faser im Sortiment, trocken verwendbar
nie für Lack oder Felgen
Motorrad, Chrom, Einzelflächen
Twisted Trockentücher 600 GSM
Twisted-Loop-Fasern im handlichen Format
–

Zum Vergleichen seitlich wischen

Kaufberatung

Worauf es wirklich ankommt

GSM ist nur die halbe Antwort

GSM steht für Gramm pro Quadratmeter und beschreibt die Dichte des Gewebes. 300 GSM ist dünn und robust, ab 800 GSM wird es plüschig, über 1200 GSM geht es fast nur noch ums Trocknen. Aber mehr ist nicht automatisch besser: Für Politur zählt die randlose Kante mehr als die Dichte, für Glas die Waffelstruktur, für Displays die Feinheit der Faser.

Die Faserart entscheidet mehr als die Zahl

Bei ähnlicher Dichte macht der Aufbau den Unterschied. Twisted-Loop-Fasern sind zu Schlaufen verdreht statt flach gewebt – dazwischen entstehen Hohlräume, die Wasser speichern statt es zu verteilen. Deshalb nimmt unser 1600er bis zu 3 Liter auf, während ein flaches Gewebe derselben Dichte deutlich früher gesättigt ist.

Die Kante ist das meistübersehene Bauteil

Die meisten Tücher haben ein festes Band eingenäht. Dieses Band ist härter als das Gewebe und schleift bei jedem Zug über den Lack – auf dunklen Fahrzeugen sind die feinen Spuren später im Sonnenlicht sichtbar. Unsere Poliertücher sind deshalb randlos geschnitten, Trockentuch 1200 und Mikrofasertuch 450 haben einen weichen Soft-Rand statt eines harten Bands.

Ein Tuch je Einsatzbereich

Bremsstaub besteht aus feinen Metallpartikeln, die sich in der Faser festsetzen und auch die Wäsche überstehen. Ein Tuch, das an Felgen war, zieht auf dem Lack Kratzer. Deshalb gibt es unsere Tücher in Sets – die Trennung nach Bereich funktioniert nur, wenn genug Tücher da sind.

Pflege

Pflege – gilt für alle Tücher

Vier Punkte, die über die Lebensdauer jedes Mikrofasertuchs entscheiden.

  • Bis 40 °C im SchongangHöhere Temperaturen verkleben die Fasern dauerhaft.
  • Kräftig ausschlagenNach dem Waschen in alle Richtungen ausschlagen – das richtet die Fasern wieder auf.
  • Trockner bei niedriger TemperaturHohe Hitze schadet der Faser genauso wie heißes Waschen.
  • Kein WeichspülerEr legt sich in die Faser und hebt die Saugfähigkeit dauerhaft auf.
Fragen & Antworten

Häufige Fragen

Zum Trocknen ein dichtes Tuch ab 800 GSM, zum Polieren ein randloses, für Scheiben eines mit Waffelstruktur, für Displays und Brillengläser das feinste. Die Vergleichstabelle auf dieser Seite ordnet jedem Anwendungsfall das passende Tuch zu.

Bis 40 °C im Schongang, ohne Weichspüler. Viele Empfehlungen im Netz nennen 60 oder 90 Grad – bei Mikrofaser verkleben die Fasern dabei dauerhaft und das Tuch nimmt kein Wasser mehr auf.

In den meisten Fällen liegt es nicht am Tuch, sondern an der Wäsche: Weichspüler hinterlässt einen Film, und zusammen mit Baumwolle gewaschen nimmt Mikrofaser deren Flusen auf. Wasche Mikrofaser getrennt und ohne Weichspüler.

Ja. Die eigentliche Arbeit macht die Politur, die feinen Abrieb enthält – das Tuch trägt sie auf und nimmt die Rückstände wieder ab. Wichtig ist, dass es randlos ist und Auftragen und Abnehmen mit unterschiedlichen Flächen passieren.

Solange es nach dem Waschen wieder flauschig wird und Wasser aufnimmt, ist es einsatzbereit – das sind viele Saisons. Austauschen, wenn der Flor verfilzt bleibt oder Wasser abperlt statt einzuziehen. Ein heruntergefallenes Tuch erst nach der Wäsche wieder verwenden.